Auto mieten in Portugal: Lissabon, Porto und die Algarve

Von Redactie Vrooem· 15 Min. Lesezeit· aktualisiert am 20. Juni 2026

Türkisfarbene Bucht mit Felsformationen an der Algarve in Portugal

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Portugal wirkt auf der Karte klein, aber es ist die Art Land, die man erst hinter dem Steuer wirklich kennenlernt. Die großen Städte haben ihre Züge und Straßenbahnen, doch die Momente, von denen man später erzählt, liegen woanders: eine leere Küstenstraße Richtung Sagres, wo der Atlantik gegen die Klippen schlägt, ein Weinberg hoch über dem Douro, ein weißes Dorf im Alentejo, in dem man der einzige Tourist ist. An solche Orte bringt einen kein Zug. Ein Mietwagen schon.

Zugleich ist Portugal das Land, in dem Reisende am häufigsten vor einer unangenehmen Überraschung stehen, und fast immer aus demselben Grund: die Maut. Portugal hat ein Netz elektronischer Mautstraßen ohne Mautstationen, bei denen Kameras Ihr Kennzeichen lesen und die Rechnung später kommt. Wer das nicht weiß, fährt ahnungslos über Autobahnen und erhält Wochen später eine Abrechnung des Vermieters, inklusive Servicegebühren. Es ist keine Katastrophe, wenn man weiß, wie es funktioniert, aber es ist das Erste, was Sie regeln sollten.

In diesem Leitfaden gehen wir von den praktischen Entscheidungen (welcher Flughafen, welche Saison, welche Versicherung) bis zu den zwei schönsten Routen, die Sie mit einem Mietwagen fahren können. Und wir widmen jener Maut-Falle viel Aufmerksamkeit, denn darum dreht sich die meiste Verwirrung.

Warum sollten Sie in Portugal ein Auto mieten?

Weil die schönsten Teile Portugals schlecht oder gar nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Ein Auto verschafft Ihnen Zugang zur Algarve-Küste, zum sanft welligen Alentejo und zum Douro-Tal, Orte, an denen Busse selten sind und Züge nicht hinkommen.

Die Algarve im Süden ist der Klassiker. Die Küstenlinie zwischen Faro und Sagres steckt voller versteckter Buchten, Fischerdörfer und Aussichtspunkte, die Sie nur per Auto in Ihrem eigenen Tempo abfahren. Busse fahren zwar, aber sie verbinden vor allem die größeren Orte und lassen die schönsten Ecken links liegen.

Der Alentejo, das weite Hinterland zwischen Lissabon und der Algarve, ist vielleicht das stärkste Argument. Korkeichen, wogende Felder, weiße Dörfer und Städtchen wie Évora und Monsaraz. Hier ist ein Auto fast Voraussetzung, denn der öffentliche Verkehr ist dünn.

Das Douro-Tal östlich von Porto ist das dritte große Argument. Die terrassenförmigen Weinberge entlang des Flusses gehören zu den schönsten Landschaften Europas. Es fährt ein malerischer Zug am Douro entlang, aber um die Quintas (Weingüter) und Aussichtspunkte zu erreichen, möchten Sie ein Auto.

Wo nutzen Sie besser kein Auto?

In den historischen Zentren von Lissabon und Porto. Dort sind die Straßen eng und steil, fahren Straßenbahnen, ist Parken knapp und teuer, und mit einem Auto stecken Sie vor allem fest, statt voranzukommen.

Lissabon ist auf Hügeln gebaut, mit engen, kopfsteingepflasterten Straßen in Vierteln wie Alfama, wo selbst ortskundige Fahrer vorsichtig manövrieren. Die berühmte Straßenbahn 28 teilt sich diese Straßen mit Ihnen. Parkplätze sind knapp und der Verkehr im Zentrum ist dicht. Dasselbe gilt für das alte Porto mit seinen steilen Gassen zum Douro-Ufer.

Die praktische Lösung: Wenn Sie Stadt und Land kombinieren, machen Sie die Stadt zuerst zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln und holen Sie das Auto erst ab, wenn Sie hinausfahren. Viele Reisende holen das Auto am Flughafen am Ende des Stadtbesuchs ab oder an einem Bahnhof knapp außerhalb des Zentrums. So zahlen Sie nicht für Tage, an denen das Auto nur teuer herumsteht.

Hinweis. Rechnen Sie ein Auto, das im Zentrum von Lissabon oder Porto geparkt steht, eher als Kostenpunkt denn als Komfort. Planen Sie Ihre Stadttage ohne Auto und holen Sie es erst kurz vor der Abfahrt zur Küste oder ins Hinterland ab.

Welchen Flughafen wählen Sie?

Das hängt davon ab, wohin Sie wollen. Portugal hat vier Flughäfen, die für Reisende relevant sind, jeder mit einer eigenen Region drumherum. Faro ist das Tor zur Algarve, Lissabon und Porto bedienen den Norden und das Zentrum, und Funchal liegt auf Madeira.

FlughafenCodeRegion / Ausgangspunkt fürPasst zu
LissabonLISZentrum, Sintra, Cascais, AlentejoStadt plus Rundreise nach Süden
PortoOPONorden, Douro-Tal, MinhoWein, Fluss, grüneres Portugal
FaroFAOAlgarve-KüsteStrand- und Küstenurlaub
Funchal (Madeira)FNCInsel MadeiraBerge, Levadas, Inselrundfahrt

Faro ist für die meisten Strandurlauber die logische Wahl: Sie stehen binnen einer halben Stunde auf der ersten Küstenstraße. Wollen Sie Stadt und Land kombinieren, ist Lissabon vielseitig: machen Sie zuerst die Stadt ohne Auto, mieten Sie danach und fahren Sie Richtung Sintra, Cascais oder Alentejo. Porto ist ideal, wenn das Douro-Tal Ihr Hauptziel ist. Madeira ist eine eigene Geschichte: eine Insel mit bergigen, kurvigen Straßen, wo Autofahren einen eigenen Fahrstil und etwas Erfahrung verlangt.

Hinweis. Die Abholung am Flughafen ist bequem, aber oft kommen Flughafenzuschläge zum Grundtarif hinzu. Vergleichen Sie den Gesamtpreis (inklusive Zuschläge) mit einer Abholstelle in der Stadt, bevor Sie sich entscheiden.

Wie funktioniert die Maut in Portugal, und warum ist sie eine Falle?

Portugal hat zwei Arten von Mautstraßen. Bei manchen halten Sie noch an einer Mautstation und zahlen vor Ort. Bei anderen, den vollständig elektronischen Autobahnen, gibt es keine Schranke: Kameras lesen Ihr Kennzeichen und die Maut wird im Nachhinein erfasst. Gerade diese zweite Art ist die Falle für ausländische Mieter.

Ein Teil dieser elektronischen Mautstraßen sind die ehemaligen SCUT-Autobahnen, oft mit einem “A” plus Nummer gekennzeichnet und mit Schildern, die auf elektronische Bezahlung verweisen (etwa “Electronic toll only” oder Verweise auf Via Verde). Es gibt keine Möglichkeit, vor Ort abzurechnen. Sie fahren darüber, eine Kamera erfasst Sie, und die Rechnung kommt später.

Bei Mietwagen lösen die Vermieter dies in der Regel mit einem elektronischen Mautgerät im Auto, vergleichbar mit dem portugiesischen Via-Verde-System. Die gefahrene Maut wird dann über dieses Gerät erfasst und der Vermieter rechnet sie im Nachhinein an Sie weiter. Das Problem liegt nicht in der Maut selbst (diese Beträge sind meist bescheiden), sondern in den Servicegebühren, die der Vermieter obendrauf setzt. Manche Vermieter berechnen einen festen Betrag pro Tag, den Sie das Auto haben, oder pro Tag, an dem Sie tatsächlich Maut nutzen, plus manchmal eine Aktivierungsgebühr. Über einen längeren Mietzeitraum kann diese Servicegebühr ordentlich anwachsen, manchmal über die Maut selbst hinaus.

Was Sie deshalb bei der Abholung tun sollten:

  • Fragen Sie ausdrücklich, wie die Maut bei diesem Vermieter geregelt ist. Befindet sich ein Mautgerät im Auto? Ist es automatisch aktiv oder müssen Sie es einschalten oder aktivieren?
  • Fragen Sie, wie hoch die Servicegebühr ist: pro Tag, pro Monat, einmalig? Und gilt sie für jeden Miettag oder nur für die Tage, an denen Sie tatsächlich Maut fahren?
  • Fragen Sie, ob und wie Sie das Gerät ausschalten können, falls Sie vorhaben, die Mautstraßen zu meiden.

Die Einzelzahlung als Privatperson ist umständlich. Portugal kennt Zahlstellen und Zahlungsoptionen für sporadische Nutzer, aber dieses System ist aufwendig, und wenn der Mietwagen bereits ein Gerät hat, läuft die Abrechnung ohnehin über den Vermieter. In der Praxis ist es fast immer einfacher, vorab zu verstehen, wie Ihr Vermieter es handhabt, als es selbst regeln zu wollen.

Art der MautstraßeWie Sie zahlenWorauf Sie achten
Klassische Mautstraße mit MautstationVor Ort (Karte oder bar) oder per Gerät auf der Spur für AbonnentenFolgen Sie der richtigen Fahrspur; die Via-Verde-Spur ist nur für Gerätebesitzer
Vollständig elektronische Autobahn (u. a. ex-SCUT)Keine Schranke; Kamera liest Kennzeichen, Abrechnung im NachhineinMietwagen regelt dies über Mautgerät plus Servicegebühr; fragen Sie bei der Abholung nach
Hinweis. Die größte Überraschung beim Autoverleih in Portugal ist nicht die Maut selbst, sondern die Servicegebühr, die der Vermieter obendrauf berechnet. Fragen Sie bei der Abholung genau, wie die Maut abläuft und was sie Sie pro Tag kostet. Bewahren Sie die Absprachen (und eventuell ein Foto des Mautgeräts und der Erklärung) auf, falls es später eine Diskussion über die Endabrechnung gibt.

Was sollten Sie über Parken, Kraftstoff und die Straßen selbst wissen?

Kurz gesagt: gebührenpflichtiges Parken erkennen Sie an blauen Zonen mit Automaten, Kraftstoff tanken Sie wie zu Hause, und die Straßen reichen von flüssigen Autobahnen bis zu sehr engen Dorfgassen. Passen Sie Ihr Tempo der Straße an und Sie kommen überall hin.

Parken. In Städten und touristischen Orten finden Sie blaue Zonen: gebührenpflichtiges Straßenparken, bei dem Sie vorab ein Ticket am Automaten ziehen und hinter die Windschutzscheibe legen. An belebten Küstenorten in der Hochsaison ist Parken knapp; kommen Sie früh oder wählen Sie einen Randparkplatz. Größere Städte haben gebührenpflichtige Parkhäuser, was in Zentren wie Lissabon und Porto oft die stressärmste Option ist.

Kraftstoff. Tankstellen funktionieren wie gewohnt, mit Selbstbedienung und Kartenzahlung. Achten Sie bei der Abholung auf die Tankregelung: das gängigste und fairste System ist “voll abholen, voll zurückbringen”. Vermeiden Sie nach Möglichkeit Regelungen, bei denen Sie einen vollen Tank vorab bezahlen und leer abgeben dürfen, denn dann zahlen Sie in der Regel zu viel.

Fahrstil und Straßen. Auf den Hauptstraßen fährt es sich flüssig. In Dörfern und auf dem Land können Straßen sehr eng werden, manchmal mit Platz für gerade ein Auto, und Gegenverkehr und geparkte Autos können Sie zum Zurücksetzen zwingen. Nehmen Sie sich in alten Dorfkernen Zeit, und auf bergigen Abschnitten (besonders auf Madeira) sind die Kurven scharf und die Steigungen kräftig. Ein kleineres Auto ist dort ein Segen, sowohl beim Manövrieren als auch beim Parken.

Welche Route passt zu Ihnen? Zwei ausgearbeitete Ideen

Im Folgenden zwei Routen, die zeigen, warum Sie in Portugal überhaupt ein Auto mieten. Die eine dreht sich um die Küste, die andere um die Stadt und das Hinterland. Die Zeiten sind großzügige Richtwerte, kein Fahrplan: passen Sie sie Ihrem eigenen Tempo und der Saison an.

Route 1: die Algarve-Küste (Basis: Faro). Eine entspannte Küstenroute von Ost nach West, ideal für alle, die Strand, Klippen und Fischerdörfer kombinieren wollen.

TagesabschnittZielWas Sie tun
Vormittag Tag 1Faro und Ria FormosaAltstadt von Faro, danach die Lagune und Inselchen des Naturparks Ria Formosa
Nachmittag Tag 1Richtung LagosRuhig westwärts fahren, unterwegs an einer Bucht oder einem Strand halten
Vormittag Tag 2LagosPonta da Piedade mit seinen Felsformationen, das alte Zentrum, eine Bootsfahrt entlang der Grotten
Nachmittag Tag 2SagresDer südwestlichste Zipfel, Kap mit Festung und Leuchtturm, weite Ozeanhimmel
ReserveWestküsteWer Zeit hat, fährt weiter nordwärts entlang der raueren, leeren Westküste

Rechnen Sie mit entspannten Tagen und kurzen Fahrstrecken. Die Entfernungen an der Algarve sind klein, der Gewinn liegt also im häufigen Anhalten, nicht im schnellen Durchfahren.

Route 2: Lissabon, Sintra und Cascais, oder der Douro von Porto aus. Hier wählen Sie zwischen zwei Varianten, abhängig von Ihrem Flughafen.

VarianteBasisHöhepunkte
Sintra und CascaisLissabon (LIS)Stadt zuerst zu Fuß, dann Auto: Paläste und Wälder von Sintra, Küstenstraße entlang Cabo da Roca zum mondänen Cascais
Douro-TalPorto (OPO)Porto zu Fuß, dann Auto entlang des Douro: Weinterrassen, Quintas, Aussichtspunkte Richtung Pinhão

Für die Variante rund um Lissabon: erkunden Sie die Stadt ohne Auto und mieten Sie erst eines, wenn Sie nach Sintra fahren. Sintra selbst ist voll und die Parkplätze sind begrenzt, gehen Sie also früh und parken Sie am Rand. Die Küstenstraße von Cabo da Roca (dem westlichsten Punkt des europäischen Festlands) nach Cascais ist eine der schönsten kurzen Fahrten des Landes.

Für die Douro-Variante: machen Sie Porto zuerst zu Fuß und mit der Straßenbahn und nutzen Sie das Auto, um den Fluss hinaufzufahren. Die Straßen entlang des Douro sind kurvig und langsam, aber das ist genau der Sinn. Planen Sie ausreichend Zeit ein und seien Sie nach einer Weinprobe vorsichtig; wer probiert, lässt besser jemand anderen fahren oder plant eine Übernachtung.

Was kostet es, und welche Saison wählen Sie am besten?

Ehrliche Antwort: es hängt stark von Saison, Region und davon ab, wie früh Sie buchen. Die Algarve im Juli und August ist am teuersten und vollsten; Frühjahr und Herbst bieten das beste Gleichgewicht zwischen Preis, Wetter und Ruhe.

Die Hochsaison (die Sommerferien) treibt sowohl die Mietpreise als auch den Andrang an der Küste in die Höhe, und an der Algarve sind Autos dann manchmal knapp, wenn Sie spät buchen. Der Frühling (April bis Juni) und der frühe Herbst (September, Oktober) sind für viele Reisende am schönsten: angenehmes Wetter, niedrigere Preise und weniger Andrang. Für den Douro ist die Erntezeit im Herbst besonders stimmungsvoll. Wollen Sie wissen, wie Sie den günstigsten Zeitpunkt wählen, lesen Sie wann ist Auto mieten am günstigsten.

Neben dem Tagespreis steigen die echten Kosten vor allem durch Extras: Versicherungen, Jungfahrerzuschlag, Flughafenzuschlag, ein zweiter Fahrer, und in Portugal also auch die Maut mit Servicegebühr. Ein kleines, sparsames Auto ist für die engen Dorfstraßen und das Parken fast immer die klügste Wahl und zugleich die günstigste. Rechnen Sie vorab den Gesamtpreis aus, statt nur auf den Tagespreis zu schauen; mehr dazu in unseren 12 Tipps für den Autoverleih im Ausland.

Wie sieht es mit Versicherung und Kaution aus?

Bei der Abholung blockiert der Vermieter eine Kaution auf Ihrer Kreditkarte und es gibt fast immer eine Selbstbeteiligung: den Betrag, der bei Schaden oder Diebstahl zu Ihren Lasten bleibt. Sie können diese Selbstbeteiligung abkaufen, aber die Art, wie das geschieht, bestimmt stark, was Sie zahlen und wie gut Sie abgesichert sind.

Die Standardversicherung im Grundtarif lässt in der Regel eine erhebliche Selbstbeteiligung offen, die als Kaution auf Ihrer Kreditkarte blockiert wird. Der Vermieter bietet am Schalter gern einen teuren Abkauf an. Oft ist eine vorab abgeschlossene Deckung (etwa eine separate Selbstbeteiligungsversicherung) günstiger und lückenloser. Lesen Sie vor der Abreise in Ruhe nach, wie das genau funktioniert, in unserer Erklärung zu Selbstbeteiligung und Kaution beim Mietwagen, damit Sie am Schalter nicht unter Druck eine teure Option nehmen.

Achten Sie auch auf die typischen Ausschlüsse: Schäden an Reifen, Scheiben, Unterboden und Dach fallen oft nicht unter die Standarddeckung. Machen Sie bei der Abholung immer Fotos rund um das Auto, inklusive bestehender Kratzer und Dellen, und prüfen Sie, ob diese auf dem Schadensformular stehen. Bei der Rückgabe machen Sie dasselbe. Das Vorgehen unterscheidet sich nicht wesentlich vom Nachbarland Spanien; vergleichen Sie ruhig mit unserem Leitfaden zu Auto mieten in Spanien.

Welche Fehler werden am häufigsten gemacht?

Die meisten Missverständnisse lassen sich mit etwas Vorbereitung vermeiden. Das sind die Klassiker:

  • Die Maut ignorieren. Mit Abstand der größte. Nicht fragen, wie die Maut geregelt ist, und Wochen später vor einer Abrechnung mit Servicegebühren erschrecken.
  • Ein Auto für die Stadttage mieten. Tage für ein Auto bezahlen, das in Lissabon oder Porto nur teuer herumsteht.
  • Zu groß mieten. Ein großer Wagen ist lästig auf engen Dorfstraßen und beim Parken und teurer im Verbrauch. Klein ist oft klüger.
  • Den Abkauf am Schalter ohne Vergleich nehmen. Unter Zeitdruck einen teuren Selbstbeteiligungsabkauf akzeptieren, statt vorab etwas Günstigeres zu regeln.
  • Keine Fotos machen. Ohne Nachweis des Anfangszustands stehen Sie bei einer Diskussion über Schäden schwach da.
  • Kraftstofffalle. Einen vollen Tank vorab bezahlen und leer abgeben, wodurch Sie für Luft zahlen.
  • Zu spät buchen in der Hochsaison. An der Algarve im Sommer können Autos knapp und teuer werden.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich in Portugal mit einem Mietwagen Maut zahlen?

Meistens ja, sobald Sie auf einer Mautstraße fahren. Ein Teil der portugiesischen Autobahnen ist vollständig elektronisch ohne Mautstation, und Mietwagen haben dafür oft ein Mautgerät. Der Vermieter rechnet die gefahrene Maut im Nachhinein weiter, in der Regel mit einer Servicegebühr obendrauf. Fragen Sie bei der Abholung genau, wie es geregelt ist.

Was ist diese Servicegebühr für die Maut und kann ich sie vermeiden?

Es ist ein Betrag, den der Vermieter über die eigentliche Maut hinaus für die Nutzung des Mautgeräts berechnet, oft pro Tag oder pro Monat. Sie vermeiden ihn nur, indem Sie keine elektronischen Mautstraßen nutzen, und selbst dann müssen Sie prüfen, ob die Servicegebühr nicht ohnehin berechnet wird. Fragen Sie das bei der Abholung ausdrücklich nach.

Welchen Flughafen wähle ich für die Algarve?

Faro (FAO). Das ist der Flughafen der Algarve; Sie stehen dort binnen einer halben Stunde auf den ersten Küstenstraßen. Für das Zentrum, Sintra und den Alentejo wählen Sie Lissabon (LIS), und für das Douro-Tal ist Porto (OPO) der logische Ausgangspunkt.

Brauche ich ein Auto in Lissabon oder Porto?

In den Städten selbst nicht, im Gegenteil. Die historischen Zentren sind eng, steil und voll, mit Straßenbahnen und wenig Parkraum. Erkunden Sie die Stadt zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln und holen Sie das Auto erst ab, wenn Sie zur Küste oder ins Hinterland fahren.

Ist Autofahren auf Madeira schwierig?

Es verlangt etwas Erfahrung. Madeira ist bergig, mit engen, kurvigen Straßen und kräftigen Steigungen. Es ist gut machbar, wenn Sie ruhig fahren und ein kleineres, wendiges Auto nehmen, aber es ist anspruchsvoller als das Fahren auf dem Festland.

Wann ist es am günstigsten und ruhigsten, in Portugal ein Auto zu mieten?

In der Vor- und Nachsaison, also etwa April bis Juni und September bis Oktober. Dann sind die Preise niedriger und es ist ruhiger als in den Sommerferien, während das Wetter in den meisten Regionen noch angenehm ist. Buchen Sie aber rechtzeitig, denn frühes Buchen bringt oft die besten Tarife.

Was sichere ich bei der Versicherung am besten ab?

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Selbstbeteiligung gut abgesichert ist, denn das ist der Betrag, der sonst bei Schaden zu Ihren Lasten bleibt. Eine vorab abgeschlossene Deckung ist oft günstiger als der Abkauf am Schalter. Achten Sie auch auf die typischen Ausschlüsse wie Reifen, Scheiben und Unterboden.

Muss ich Fotos vom Mietwagen machen?

Ja, immer. Machen Sie bei der Abholung Fotos rund um das Auto, inklusive bestehender Schäden, und prüfen Sie, ob diese auf dem Formular stehen. Machen Sie dasselbe bei der Rückgabe. So stehen Sie stark da, falls später eine Diskussion über Schäden oder die Endabrechnung entsteht.

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