Auto mieten in Kroatien: Küste, Inseln und Grenzen

Von Redactie Vrooem· 15 Min. Lesezeit· aktualisiert am 20. Juni 2026

Luftaufnahme der Küstenstadt Šibenik an der dalmatinischen Küste in Kroatien

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Das Auto mieten in Kroatien gehört zur Reise dazu. Du landest in Split oder Zadar, steigst in deinen Mietwagen und fährst schon nach einer halben Stunde an einer Küste entlang, an der die Berge direkt in ein Meer abtauchen, das die Farbe einer Postkarte hat. Keine Zugzeiten, kein Warten auf einen Bus, der nur zweimal am Tag fährt. Du hältst, wo du willst, an einer Bucht, die du von der Straße aus liegen siehst, an einer Konoba, aus der Rauch dampft, an einem Aussichtspunkt, an dem schon eine Handvoll Autos am Rand steht.

Kroatien ist für das Auto gemacht. Das Land ist lang und schmal, die Sehenswürdigkeiten liegen verstreut von Istrien im Nordwesten bis Dubrovnik ganz im Süden, und der öffentliche Nahverkehr zwischen diesen Orten ist langsam. Mit einem Mietwagen reihst du die Höhepunkte aneinander: die Wasserfälle von Plitvice, die alten Städte an der Adriaküste, die Weinberge Istriens und die Fährhäfen, von denen du zu den Inseln übersetzt.

Dieser Ratgeber führt dich durch das, was du wirklich wissen musst, bevor du den Vertrag unterschreibst: welcher Flughafen am klügsten ist, wie das Mautsystem auf der A1 funktioniert, was es mit dem Neum-Korridor und der Pelješac-Brücke auf sich hat, wie du mit deinem Auto auf die Fähre zu einer Insel kommst und wo du dieses Auto abstellst in Städten, in die keine Autos dürfen. Plus zwei ausgearbeitete Routen und die Fehler, die du besser anderen überlässt.

Warum ein Auto in Kroatien mieten?

Kurze Antwort: weil die schönsten Teile Kroatiens verstreut liegen und sich mit dem öffentlichen Nahverkehr nur schwer kombinieren lassen. Ein Auto gibt dir die Freiheit, die Küste, die Naturparks und das Hinterland in einer Reise zu sehen, in deinem eigenen Tempo.

Die dalmatinische Küste ist das bekannteste Argument. Die Straße von Split nach Dubrovnik folgt fast die ganze Zeit dem Meer, mit Buchten, Fischerdörfern und Ausblicken, die du aus einem Bus nur durch ein schmutziges Fenster siehst. Willst du für eine Schwimmpause oder ein spätes Mittagessen anhalten, dann tust du das einfach.

Daneben gibt es die Orte, die ohne Auto zur Plackerei werden. Der Nationalpark Plitvice liegt im Hinterland, weit weg von den Küstenstädten, und ist mit dem Auto am einfachsten zu erreichen. Istrien, die Halbinsel im Nordwesten, ist ein Flickenteppich aus kleinen Weindörfern, Olivenhainen und Küstenorten wie Rovinj und Poreč, die du am besten mit dem Auto erkundest. Und dann sind da die Inseln: Hvar, Brač, Korčula, Cres. Mit einem eigenen Wagen kannst du diese in vielen Fällen über die Autofähre befahren und das Inland der Insel entdecken, statt im Hafenort festzusitzen.

Zu welchem Flughafen fliegst du am besten?

Kurze Antwort: das hängt davon ab, welchen Teil Kroatiens du sehen willst. Split ist die logische Wahl für die dalmatinische Küste und die Inseln, Pula für Istrien, Zadar für den Norden plus Plitvice, Dubrovnik für den tiefen Süden.

Aus dem deutschsprachigen Raum gibt es Direktflüge zu mehreren kroatischen Flughäfen, vor allem in der Sommersaison. Wähle deinen Ausgangs- und Ankunftspunkt anhand deiner Route, nicht nur anhand des günstigsten Tickets: ein billiger Flug zum falschen Flughafen kostet dich einen halben Tag Fahrt.

FlughafenCodeLageAm besten für
ZagrebZAGBinnenland, HauptstadtStädtereise, Ausgangspunkt Richtung Plitvice und Küste
SplitSPUMitteldalmatienDalmatinische Küste, Inselhopping, zentrale Basis
DubrovnikDBVTiefer SüdenDubrovnik und südliche Küste, kurze Trips
ZadarZADNorddalmatienPlitvice, Kornati, nördliche Küste
PulaPUYIstrien (Nordwesten)Istrien, Rovinj, Weinberge, am nächsten zu Italien

Ein häufig genutzter Trick ist ein Open-Jaw: an einem Flughafen ankommen und von einem anderen abfliegen, sodass du nicht zurückfahren musst. Flieg zum Beispiel nach Split und zurück ab Dubrovnik. Achte aber auf die Rückgabekosten: einen Mietwagen in einem anderen Land oder manchmal sogar in einer anderen Stadt abzugeben kostet oft einen ordentlichen Aufschlag (die sogenannte One-Way-Fee). Rechne diese mit ein, bevor du dich entscheidest.

Wie funktioniert die Maut auf der A1-Autobahn?

Kurze Antwort: auf der A1 und den meisten kroatischen Autobahnen gilt ein Ticketsystem. Du ziehst an der Auffahrt ein Ticket und zahlst an der Ausfahrt auf Basis der gefahrenen Strecke. Du kannst mit Bankkarte oder bar (Euro) zahlen.

Die A1 verläuft von Zagreb Richtung Süden bis hinter Split und ist mit Abstand der schnellste Weg, vom Hinterland an die Küste zu kommen. Beim Auffahren nimmst du ein Ticket aus dem Automaten. Dieses Ticket bewahrst du gut auf: an der Ausfahrt hältst du erneut, gibst das Ticket ab und zahlst den Betrag, der zu deiner Strecke gehört. Verlierst du das Ticket, zahlst du in der Regel den Höchsttarif, also steck es sofort irgendwo sicher weg.

An den Mautplätzen gibt es verschiedene Fahrspuren. Manche sind für elektronische Maut (ENC), andere für Karte oder bar. Fährst du ohne elektronisches Gerät, wähle dann eine Spur mit einem grünen Pfeil oder dem Karten/Bar-Symbol. Bedenke, dass es in der Hochsaison an den Mautplätzen voll werden kann, vor allem bei Lučko (bei Zagreb) und an der Ausfahrt Richtung Split.

Hinweis. Das Mautsystem in Kroatien verändert sich: es gibt Pläne, auf ein vollständig elektronisches System ohne Schranken umzustellen. Prüfe kurz vor deiner Reise, wie es zu diesem Zeitpunkt funktioniert und ob dein Mietwagen ein elektronisches Mautgerät (ENC) hat oder braucht.

Die Alternative: die Küstenstraße

Neben der A1 gibt es die alte Küstenstraße, die Jadranska magistrala (D8). Sie folgt dem Meer und ist kostenlos. Sie ist eine der schönsten Autorouten Europas, mit der Adria fast ständig im Blick. Die Kehrseite: sie ist deutlich langsamer als die Autobahn, mit vielen Kurven, Dörfern und in der Saison oft dichtem Verkehr.

A1-AutobahnKüstenstraße D8 (Magistrala)
KostenMaut pro StreckeKostenlos
GeschwindigkeitSchnell, wenig AufenthaltLangsam, viele Kurven
AussichtFunktional, HinterlandSpektakulär, am Meer entlang
Am besten fürGroße Distanzen überbrückenUnterwegs genießen, kurze Etappen

Ein kluger Ansatz: nimm die A1, um schnell Strecke zu machen (zum Beispiel von Zagreb nach Split) und die Küstenstraße für die kurzen, schönen Etappen, bei denen die Aussicht es wert ist.

Was muss ich über den Neum-Korridor und die Grenze wissen?

Kurze Antwort: früher durchschnitt ein kleines Stück Bosnien-Herzegowina (der Neum-Korridor) die Küstenstraße nach Dubrovnik, sodass du zweimal eine Grenze passiertest. Seit die Pelješac-Brücke offen ist, kannst du das vermeiden, aber je nach Route und deinen Dokumenten kannst du es trotzdem noch mit einer Grenze zu tun bekommen.

Der Süden Kroatiens, mit Dubrovnik, ist über Land vom Rest des Landes durch einen schmalen Streifen bosnisches Gebiet rund um die Stadt Neum getrennt. Jahrzehntelang fuhr jeder, der über die Küstenstraße nach Dubrovnik wollte, durch dieses Stück Bosnien, mit Grenzkontrollen auf beiden Seiten. Seit der Eröffnung der Pelješac-Brücke kannst du auf kroatischem Gebiet bleiben, über die Halbinsel Pelješac und die Brücke, ohne nach Bosnien einzureisen.

Dennoch ist es ratsam, vorab gut hinzuschauen. Nicht jeder Routenplaner schickt dich automatisch über die Brücke, und manche Routen durch oder entlang Bosnien bleiben möglich. Kroatien ist seit 2023 Mitglied des Schengenraums, Bosnien-Herzegowina aber nicht, daher ist eine Grenze zu Bosnien eine Außengrenze mit echten Kontrollen.

Hinweis. Willst du bewusst ein Stück durch Bosnien-Herzegowina fahren oder einen Ausflug machen (zum Beispiel nach Mostar), dann prüfe vorab bei deinem Vermieter, ob der Mietwagen das Land verlassen darf. Nicht alle Verträge erlauben Grenzübertritte in Nachbarländer, und du brauchst manchmal eine separate grüne Karte oder Genehmigung. Lies auch, welche [Dokumente du brauchst](/autohurenbuitenland/de/documenten-auto-huren-buitenland/), bevor du losfährst.

Wie nehme ich mein Auto mit auf eine Insel?

Kurze Antwort: mit der Autofähre. Gesellschaften wie Jadrolinija verkehren zwischen dem Festland und den größeren Inseln. In der Hochsaison reservierst du einen Platz für dein Auto am besten vorab, denn bei beliebten Überfahrten musst du sonst eine oder mehrere Abfahrten warten.

Kroatien hat mehr als tausend Inseln, und die bewohnten, touristisch interessanten Inseln sind oft per Autofähre erreichbar. Von Split fährst du nach Brač, Hvar oder Korčula, von anderen Häfen zu noch vielen mehr. Es gibt zwei Arten von Booten: die Autofähre (Car Ferry), auf die du deinen Wagen fährst, und den schnellen Katamaran, der nur Passagiere befördert.

Die große Frage ist, ob du dein Auto mitnimmst oder nicht. Nimmst du es mit, kannst du die ganze Insel erkunden, auch die abgelegenen Buchten und Dörfer. Lässt du es auf dem Festland stehen und nimmst den Katamaran, bist du schneller und günstiger, sitzt aber auf der Insel an Busse, Taxis oder einen gemieteten Roller gebunden. Für eine große, bergige Insel wie Hvar oder Korčula ist dein eigenes Auto ein großer Pluspunkt. Für einen kurzen Tagesausflug genügt oft der Roller oder ein Mietwagen vor Ort.

Hinweis. In den Sommermonaten, vor allem im Juli und August, können die Warteschlangen für die Autofähren lang werden. Reserviere deine Überfahrt mit Auto vorab online und sei rechtzeitig am Hafen. Für den Katamaran (nur Passagiere) ist eine Reservierung ebenfalls ratsam, denn der ist schneller voll.

Bedenke, dass Mietgesellschaften meist wissen wollen, ob und wohin du mit dem Auto auf das Boot gehst. Manche Inselausflüge sind standardmäßig erlaubt, aber es ist immer gut, das zu prüfen und etwaige Einschränkungen vorab zu kennen.

Parken, Kraftstoff und Fahrstil

Kurze Antwort: in den ummauerten Altstädten darfst du nicht mit dem Auto kommen, also parkst du außerhalb der Mauern und gehst zu Fuß hinein. Kraftstoff ist überall erhältlich, und der Fahrstil auf der Küstenstraße verlangt etwas Geduld wegen der Kurven und des dichten Sommerverkehrs.

Die historischen Zentren von Dubrovnik und Split sind autofrei oder weitgehend autofrei. In Dubrovnik kommst du ohnehin nicht mit einem Auto innerhalb der Stadtmauern; du parkst in einer der Garagen oder Parkzonen außerhalb der Altstadt und gehst zu Fuß weiter. In Split liegt das alte Zentrum rund um den Diokletianpalast, auch dort suchst du einen Parkplatz am Rand. In der Hochsaison sind Parkplätze in den Küstenstädten knapp und teuer, also komm früh oder wähle bewusst eine Unterkunft mit eigenem Parkplatz.

Tanken ist kein Problem: entlang der Autobahnen und in den Städten gibt es genügend Tankstellen. In abgelegenen Gegenden und auf kleineren Inseln können die Abstände zwischen Stationen größer sein, also tank rechtzeitig nach. Viele Vermieter handhaben eine Voll-Voll-Regelung: du bekommst das Auto mit vollem Tank und gibst es genauso wieder ab.

Der Fahrstil verlangt Anpassung. Die Küstenstraße ist wunderschön, aber kurvig, und einheimische Fahrer fahren dort manchmal flott. Überholen tust du nur, wo es wirklich sicher geht. In der Hochsaison ist es auf der Küstenstraße und an den touristischen Anziehungspunkten voll; plane deine Etappen nicht zu knapp. Willst du dich breiter auf das Fahren im Ausland vorbereiten, dann lies unsere 12 Tipps für das Mieten eines Autos im Ausland.

Routenidee 1: die dalmatinische Küste und die Inseln

Kurze Antwort: eine Woche reicht für eine schöne Schleife entlang Split, einer oder zwei Inseln und Dubrovnik, mit der Küstenstraße und der Autofähre als rotem Faden. Unten eine grobe Tageseinteilung mit großzügig bemessenen Zeiten.

Diese Route startet in Split und endet in Dubrovnik (ideal für einen Open-Jaw mit Ankunft SPU und Abflug DBV).

TagStreckeGrobe FahrzeitHöhepunkte
1Ankunft SplitKurze Fahrt Flughafen zum ZentrumDiokletianpalast, erster Abend am Meer
2Split nach Brač oder Hvar (Fähre)Fährüberfahrt plus Fahrt auf InselStrände, Dörfer, Inselstraßen
3Insel erkundenNach WunschBuchten, Weinberg oder Bergdorf
4Zurück zum Festland, Küstenstraße südwärtsRechne mit einem halben Tag mit StoppsMakarska Riviera, Ausblicke aufs Meer
5Richtung Pelješac und DubrovnikEinige Stunden über Pelješac-BrückeWeingegend Pelješac, Ankunft Dubrovnik
6DubrovnikAuto außerhalb der Stadt parkenStadtmauern, alter Hafen
7Abreise Dubrovnik (DBV)Kurze Fahrt zum Flughafen

Passe die Inselwahl und die Anzahl der Tage an dein eigenes Tempo an. Willst du ruhiger reisen, dann streiche eine Insel und gib Dubrovnik oder der Küste einen zusätzlichen Tag.

Routenidee 2: Istrien oder Plitvice und Zadar

Kurze Antwort: der Norden Kroatiens eignet sich für zwei kompaktere Routen. Istrien ist eine Halbinsel voller Weindörfer und Küstenorte; die Kombination Plitvice und Zadar verknüpft den bekanntesten Naturpark mit der nördlichen Küste.

Für Istrien fliegst du am besten nach Pula. Eine mögliche Einteilung:

TagStreckeGrobe FahrzeitHöhepunkte
1Ankunft PulaKurze FahrtRömisches Amphitheater, erste Erkundung
2Pula nach RovinjEtwa eine StundeMalerischer Hafen, alte Innenstadt
3Hinterland: Motovun und WeinbergeKurze Etappen, viele StoppsHügeldörfer, Trüffel, Olivenöl
4Küste und zurück Richtung PulaHalber Tag mit StoppsPoreč, Küstenorte

Für die Kombination Plitvice und Zadar fliegst du nach Zadar. Du fährst von Zadar landeinwärts nach Plitvice (rechne mit einigen Stunden, je nach Route), besuchst die Wasserfälle früh am Tag, um dem Andrang zuvorzukommen, und kehrst zur Küste zurück für den Sonnenuntergang bei den berühmten Meeresorgeln von Zadar. Mit ein paar zusätzlichen Tagen erweiterst du auf den Nationalpark Krka oder die Inselgruppe Kornati.

Versicherung, Kaution und Kosten

Kurze Antwort: standardmäßig ist eine Versicherung mit Selbstbeteiligung dabei, und der Vermieter blockiert eine Kaution auf deiner Kreditkarte. Die Selbstbeteiligung kannst du abkaufen oder über eine externe Police abdecken. Der Mietpreis schwankt stark je nach Saison.

Bei nahezu jedem Mietwagen gehört eine Basisversicherung mit einer Selbstbeteiligung (Franchise) dazu: bei einem Schaden zahlst du bis zu einem bestimmten Betrag selbst. Dieser Betrag kann ordentlich anwachsen. Du kannst die Selbstbeteiligung am Schalter zu einem Tagestarif abkaufen oder vorab eine separate Versicherung abschließen, die die Selbstbeteiligung erstattet. Wie das genau funktioniert und was klug ist, liest du in unserem Artikel über Selbstbeteiligung und Kaution beim Mietwagen.

Die Kaution wird beim Abholen auf deiner Kreditkarte blockiert (keine Debitkarte oder Prepaid). Sorge dafür, dass dein Kreditlimit hoch genug ist und dass die Karte auf den Namen des Hauptfahrers lautet.

Zu den Kosten: die Preise variieren stark. Im Juli und August, der absoluten Hochsaison an der Küste, liegen die Tarife am höchsten und ist die Verfügbarkeit am niedrigsten. In der Vor- und Nachsaison (Mai, Juni, September) mietest du in der Regel günstiger und ist es ruhiger auf der Straße. Buche früh, wenn du im Sommer reist, denn die beliebten Kategorien sind schnell ausverkauft. Berücksichtige neben dem Mietpreis Extras: Maut, Kraftstoff, Fährkosten, Parken in den Städten und eine etwaige One-Way-Fee.

Häufig gemachte Fehler

Kurze Antwort: die meisten Probleme entstehen durch zu knappes Planen, die Wahl des falschen Flughafens und das Ignorieren der Vertragsdetails. Ein paar Fallstricke, die du vermeiden solltest.

  • Zu knappe Fahrzeiten einschätzen. Die Küstenstraße ist langsam und voll in der Saison. Rechne nie mit der schnellsten Zeit deines Routenplaners; plane Puffer ein für Stopps, Staus und Mautplätze.
  • Die Autofähre nicht reservieren. Im Juli und August kannst du mit deinem Auto stundenlang auf eine Überfahrt warten. Buche vorab.
  • Mit einer Debitkarte ankommen. Die Kaution verlangt nahezu immer eine Kreditkarte auf den Namen des Fahrers. Ohne kommst du nicht mit dem Auto weg.
  • Grenzregeln ignorieren. Willst du nach Bosnien (Mostar) oder Montenegro, dann prüfe vorab, ob es erlaubt ist und welche Papiere du brauchst.
  • Das Auto zu nah an der Altstadt parken wollen. In Dubrovnik und Split parkst du außerhalb des Zentrums. Rechne mit Suchzeit und Kosten in der Hochsaison.
  • Schäden beim Abholen nicht dokumentieren. Geh um das Auto herum, fotografiere bestehende Kratzer und Dellen und lass sie auf das Formular eintragen, bevor du losfährst.

Fährst du danach noch weiter südwärts oder kombinierst du mit einem Trip über die Grenze, dann wirf auch einen Blick auf unseren Ratgeber über Auto mieten in Italien für die Nachbarn an der Adria.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich in Kroatien wirklich ein Auto?

Nicht unbedingt, aber es macht deine Reise viel flexibler. Willst du nur in Dubrovnik oder Split bleiben, dann kommst du ohne Auto zurecht. Willst du die Küste, die Naturparks und das Hinterland kombinieren, dann ist ein Mietwagen nahezu unverzichtbar, weil der öffentliche Nahverkehr zwischen diesen Orten langsam ist.

Wie funktioniert die Maut auf den kroatischen Autobahnen?

Auf der A1 und den meisten Autobahnen gilt ein Ticketsystem: du ziehst an der Auffahrt ein Ticket und zahlst an der Ausfahrt auf Basis der Strecke. Zahlen kannst du mit Bankkarte oder bar in Euro. Bewahre dein Ticket gut auf, denn bei Verlust zahlst du in der Regel den Höchsttarif.

Kann ich mit meinem Mietwagen über die Grenze nach Bosnien oder Montenegro?

Manchmal ja, manchmal nicht. Viele Verträge erlauben einen Grenzübertritt in Nachbarländer, aber längst nicht alle, und du brauchst manchmal zusätzliche Papiere oder eine Genehmigung. Frage das immer vorab bei deinem Vermieter nach und regle die richtigen Dokumente.

Muss ich mein Auto auf der Fähre zu den Inseln reservieren?

In der Hochsaison sehr ratsam. Bei beliebten Überfahrten im Juli und August können die Warteschlangen für die Autofähre lang sein. Reserviere deinen Platz vorab online und sei rechtzeitig am Hafen.

Wo parke ich in Dubrovnik und Split?

Außerhalb der Altstadt. Die historischen Zentren sind autofrei, also parkst du in einer Garage oder Parkzone am Rand und gehst zu Fuß weiter. In der Hochsaison sind Plätze knapp und teuer, also komm rechtzeitig oder wähle eine Unterkunft mit eigenem Parkplatz.

Welchen Flughafen wähle ich am besten?

Das hängt von deiner Route ab. Split ist zentral für die dalmatinische Küste und die Inseln, Pula für Istrien, Zadar für Plitvice und die nördliche Küste, Dubrovnik für den tiefen Süden. Eine Ankunft und Abreise von verschiedenen Flughäfen (Open-Jaw) spart Rückfahrt, aber achte auf den Rückgabeaufschlag.

Wann ist es am günstigsten und ruhigsten zu mieten?

In der Vor- und Nachsaison, also rund um Mai, Juni und September. Die Tarife liegen dann niedriger als im Juli und August und es ist ruhiger auf der Straße und an den Fähren. Buche aber früh, wenn du im Sommer reist, denn beliebte Kategorien sind schnell voll.

Welche Zahlkarte brauche ich für die Kaution?

Eine Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers. Der Vermieter blockiert darauf die Kaution beim Abholen. Eine Debitkarte oder Prepaidkarte wird meist nicht akzeptiert, also prüfe vorab dein Kreditlimit.

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